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Kaiser Apotheke
Die Kaiser Apotheke in Bergkirchen blickt auf eine über 100jährige Geschichte zurück!
Am 15. Juni 1895 erhielt Apotheker Damm, Besitzer der Adler Apotheke in Minden, die Erlaubnis zum Betrieb einer Zweigapotheke in Bergkirchen. Die Leitung der Apotheke übernahm Apotheker Dr. Siek. Am 2. Januar 1896 wurde die Apotheke abgenommen und eröffnet.
Den Namen verdankt die Apotheke jedoch einer Begebenheit, die sich im Jahre 1898 zutrug. Seine Majestät, Kaiser Wilhelm II, weilte in der Region um Bad Oeynhausen, um dem sogenannten Kaisermanöver zuzuschauen. In der Nacht des 10. September besuchte der Kaiser um 4 Uhr nachts Bergkirchen, um vom Berge aus die Manöver in den Werre-Niederungen zu verfolgen. Besonders geeignet schien ihm hierfür der Balkon der Apotheke. Unglücklicherweise gehörte dieser zum Schlafgemach des Apothekers, der natürlich von einem Husarenoffizier mit der Bitte, dem Kaiser Zutritt zum Balkon zu gewähren, aus dem Schlaf gerissen wurde.
Zwischen 4 und 6 Uhr morgens beobachtete der Kaiser die Manöver des 7. Corps, befahl dann Herrn Dr. Siek zu sich und unterhielt sich in liebenswürdiger Weise mit ihm. Der Apotheker wusste die Gunst der Stunde zu nutzen und bat den Kaiser, aus der Zweig- eine Vollapotheke zu machen. Schon am 5. November des Jahres 1900 erhielt Dr. Siek auf Geheiß des Kaisers die Erlaubnis zum Betrieb einer Vollapotheke in Bergkirchen, die seitdem den Namen "Kaiser Apotheke" führt. Diese kurze Zeit des Genehmigungsverfahrens war zur damaligen Zeit ein seltener Fall und nur dem Einwirken des Kaisers zu verdanken.
Doch auch außer dem Kaiserbesuch hat die Kaiser Apotheke in ihrer Vergangenheit einiges Besondere zu bieten. So besaß sie seit dem 7. Juli 1898 die Erlaubnis zum Betrieb einer Mineralwasserfabrik. Produziert wurde der "Bergkirchener Säuerling", ein sulfathaltiges Mineralwasser, welches aus einem Brunnen gefördert und in der gesamten Umgebung vermarktet wurde.
Nach dem Wegzug des Dr. Siek wurde die Apotheke von zwei weiteren Apothekern betrieben, bis im Jahre 1951 H.G. König die Apotheke übernahm.
So kam der König ganz zufällig zur Kaiser Apotheke. Herr König weitete die Eigenherstellung mit der dazu notwendigen Erweiterung des Maschinenparks aus. Als Folge davon war die Apotheke als Herstellungsapotheke für die STADA tätig, die auch heute noch als Pharmazeutischer Hersteller bekannt ist.
Weiterhin bemühte sich Herr König um den Kauf des Hauses, an dem seit seiner Erbauung keine Renovierungsmaßnahmen oder Modernisierungen durchgeführt worden waren. Da sich die Besitzerin weder zum Verkauf des Gebäudes noch zu seiner Renovierung entschließen konnte, wurde auf dem gegenüberliegenden Grundstück eine neue Apotheke errichtet, die sämtliche Anforderungen an einen zeitgemäßen und modernen Apothekenbetrieb gewährleistete.
Nach dem Tod von H.G. König übernahm 1972 sein Sohn, Apotheker Klaus König sen., die Apotheke. Die ständigen Modernisierungen setzten sich weiter fort, mehrere Umbauten folgten.
Innovationen wurden meist gleich zu Beginn mit eingeführt, so z. B. Einführung eines Kartensystems 1966, elektronische Datenfernübertragung 1969, EDV-Installation 1983, Erweiterung auf Mehrplatzsystem 1989 mit elektronischen Kassen und POS, serielle Datenfernübertragung 1993, Einführung einer Kundenkarte 1995 sowie Internetanschluss zur Beschaffung von Daten 1996. Seit nunmehr 50 Jahren wird die Kaiser Apotheke von der Familie König betrieben.
Im Jahr 2009 wurde die Kaiser Apotheke von Grund auf renoviert. Durch den Einsatz eines modernen Kommissionierautomaten wurde so viel Platz gewonnen, dass der Kundenraum der Apotheke deutlich vergrößert werden konnte. Der Automat ist in der Lage auf sehr kleinem Raum deutlich mehr Packungen zu lagern, als es mit dem herkömmlichen Schubladensystem möglich ist. Durch die schnelle Anbindung der Verkaufsplätze per Förderband und Rutsche ist eine sehr schnelle Versorgung des Patienten möglich. Die gewonnene Zei t steht den Mitarbeitern für die individuelle und ausführliche Beratung der Patienten zur Verfügung. Zusätzlich wurde im Außenbereich der Apotheke der Parkraum neu gestaltet. Für Rollatoren und Rollstuhlfahrer wurde eine Rampe errichtet, die den Zugang zur Apotheke erleichtert.
So finden Sie uns:
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Volmerdingsener Straße 285
32549 Bad Oeynhausen
Tel: 05734-935055
Fax: 05734-935056
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Mo, Di, Do, Fr
8:30 - 13:00
15:00 - 18:30 Uhr
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